Serientagebuch: 13 Reasons Why – Kassette 6, Seite A

Die emotionale Achterbahnfahrt geht weiter. Zum Einen bin ich etwas erleichtert, dass Dinge sich nicht in Richtungen entwickelt haben, in denen ich sie mir nicht gewünscht hätte, aber zum Anderen ist die emotionale Reichweite dieser Folge natürlich auch an mir nicht vorbeigegangen.

Alles könnte so schön sein. Man könnte die Liebesgeschichte zwischen Hannah und Clay genießen, sich mit ihnen freuen, mitfiebern, wenn man nicht wüsste wo das alles hinführen würde. Clays Tape hat mich aber zufrieden zurück gelassen. Seine ‘Tat’ war nichts derart erschreckendes, wie ich befürchtet habe. Während im Hintergrund die juristischen Auseinandersetzungen weiter laufen, steht die Konfrontation zwischen den Tape-Akteuren im Vordergrund. Endlich spricht auch Justin gegenüber Jessica die Wahrheit aus, weiterführend lässt dieser Handlung aber vieles offen, was aber wahrscheinlich in folgenden Episoden aufgegriffen werden wird. Zum Glück war Tony zur Stelle und an Clays Seite als er sein Tape gehört hat. Natürlich hat Clay keine Schuld an dem was passiert ist. Ja, er hätte im Zimmer bleiben können, er hätte energischer nachfragen können, aber er hat auf sie gehört und ist gegangen. Wahrscheinlich hätten viele so gehandelt, andere nicht, aber an dieser Stelle kann man keine Schuld für den Suizid festmachen. Auf keinen Fall. Nachdem Clay in der alternativen Vergangenheitszene zu Hannah sagt, dass er sie liebt und Hannah daraufhin fragt, warum er das nie gesagt hat als sie noch lebte, ging die emotionale Höhe dieser Folge auch an mir nicht mehr vorbei. Sehr harte und ehrliche Episode.

Viel mehr kann man gar nicht sagen. Schonungslos, traurig und intensiv. Die Serie nähert sich dem Ende und die Schwächen, die sie schon seit der ersten Folge hat, haben sich nicht wirklich gebessert, aber die Stärken konnte sie ausbauen und immer wieder abliefern. Doch wie wird das Ganze enden?

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